In Erinnerung – frühere Tiere des FYLGJA-Teams

Wir möchten auf dieser Seite an einige Tiere erinnern, denen wir sehr viel zu verdanken haben und die mit uns zusammengelebt und -gearbeitet haben – in guten wie in schlechten Zeiten. Sie haben uns mit ihren Möglichkeiten unterstützt in unserer Arbeit und alles für uns gegeben…
Der eine oder die andere von Euch/von Ihnen mag sich auch noch an sie erinnern?

Synna de synn'shoeve, Islandpferd aus Holland im Alter von 32 Jahren...

SYNNA d’ synnshoeve, Islandpferd,
07.04. 1975 – 11.11.2007

Mutter von Sigyn vom Hexenberg,
Großmutter von Sóla Atorka vom Poggenend

Synna war Anne’s erstes Islandpferd. Durch Zufall begegnete sie Anne im Alter von 12 Jahren. Beide spürten, dass sie zusammengehören sollten und so geschah es dann. Synna blieb über all’ die Jahre – mehrere Umzüge und verschiedene Herden – an Anne’s Seite. Bis ins hohe Alter leitete sie die jeweilige Herde, in der sie gerade lebte.

In den letzten fünf Jahren war sie aufgrund eines Herzfehlers in (Früh-)Rente, leitete und erzog dabei jedoch noch die Jungpferde und später die Shetties des Hofes.

Synna war ein Allrounder – für alles zu begeistern, Liebling vieler Kinder. Am allerliebsten jedoch ging sie mit Anne und später auch noch in Begleitung von Ronja ins Gelände – da war sie ganz in ihrem Element.

Synna starb im Alter von 32 Jahren an der ersten Kolik ihres Lebens.

'Loni-Branka', Islandpferd, Mutter von Magnus vom Hexenberg...

Loni-BRANKA, Islandpferd,
10.04.1971 – 04.04.2007

Mutter von Magnus vom Hexenberg

Branka kam im Alter von 19 Jahren zu Anne. Sie holte sie vom Wiesenhof. Dort war sie bereits seit vielen Jahren als Zuchtstute und zwischendrin als Reitschulpferd im Einsatz gewesen – und trotzdem schien sie noch topfit.

In ihrem neuen Leben an Anne’s Seite wurde es wesentlich entspannter für sie. Zwar bekam sie nochmal zwei Fohlen – eins davon war Magnus – führte aber daneben ein recht entspanntes Leben mit ein paar HAP-Stunden und viel Freizeit in der Herde.

In ihren letzten Jahren lebte sie zusammen mit Synna und den Shetties ein herrliches Rentnerinnenleben.

Branka wurde eine Woche vor ihrem 36. Geburtstag eingeschläfert, sie konnte nicht mehr ohne Hilfe aufstehen.

Tvista frá Middal

TVISTA frá Miðdal, Islandpferd,
1988 – 28.01.2015

Mutter von Thokka vom Poggenend

Tvista kam im Alter von 7 Jahren aus Island und kurz darauf zu Anne. Anfangs war sie eine recht wilde Hummel, sie hatte viel Energie und flitzte im Gelände des öfteren einfach los… als das geklärt war und sie sich zudem nach dreijährigem Training vom (Renn-)Passer in allen Lebenslagen zum Fünfgänger mit Trab entwickelt hatte, konnten wir Tvista für alles einsetzen – HAP, Bodenarbeit und schliesslich wurde sie auch unser erstes selbst eingefahrenes Fahrpony. Sie war viele Jahre unser sicherstes Fahrschulpony – unermüdlich mit vielen FahrschülerInnen ein- und zweispännig im Einsatz.

Tvista war ein sehr einfühlsames Pferd – unvergessen wie sie neben einem gehbehinderten Jungen her ‘schlich’, wenngleich sie eigentlich einen flotten Schritt hatte. Sie hatte für alle Menschen das richtige Gespür und war somit das ideale Therapiepferd.

In der Herde war sie von Beginn an bis zu ihrem Ende Chefin – eine souveräne, aber mit dem Jungvolk sehr nachsichtige Chefin.

Tvista bekam im Alter von 19 Jahren Spat und lebte daher ihre letzten Jahre in Rente – zuletzt zusammen mit Tinna. Sie wurde aufgrund zu starker Arthroseschmerzen im Alter von 27 Jahren eingeschläfert.

Krummi frá Kletti und sein bester Freund Neisti frá Soleyabakka...

KRUMMI frá Kletti, Islandpferd,
1987 – 13.04.2015

Krummi kam zu uns über eine damalige Praktikantin. Sie kannte ihn und wünschte ihm ein neues Zuhause bei uns, wir suchten einen gesunden Allrounder. Und dann trafen wir Krummi und entschieden uns trotzdem für ihn.

Krummi war 12 Jahre alt und kam aus schlechter Haltung. Dort war er augenscheinlich auch misshandelt worden. es dauerte Jahre bis er entspannt neben einem Menschen mit Gerte stehen konnte. Sobald man auf ihm saß, spannte Krummi von vorne bis hinten jeden Muskel an, den er hatte. Im Trab raste er los und es dauerte mitunter ein, zwei Runden bis seine ReiterInnen ihn wieder bremsen konnten. Kurzum, er war zu Beginn nicht das Pferd, das wir gesucht hatten. Dahin entwickelte er sich im Laufe der vielen Jahre jedoch und war in den letzten zehn Jahren ein besonders bei den Ängstlicheren unter den Kindern sehr beliebtes Pferd. Krummi starb am 13.04.2015 im Alter von 28 Jahren an einer schweren Kolik.

'Ofeig frá Austurholi', genannt Gledi, Islandpferd, Vater: Ofeigur frá Flugumyri...

Ofeig frá Austurlið, genannt ‘GLEðI’, Islandpferd,
1985 – Mai 2005

Gleði kam im Alter von 7 Jahren aus Island direkt auf Anne’s damaligen Hof. Zunächst gehörte sie noch jemand anderem, das änderte sich aber bald, denn Anne verliebte sich in dieses selbstbewusste und temperamentvolle, aber zu Beginn sehr zurückhaltend schüchterne kleine Pferd. Sie hatten ein paar sehr schnelle gemeinsame Ritte und dann war klar, dieses Pferd braucht erstmal Ruhe und Entspannung und dann eine solide Grundausbildung.

Dies alles liess Gleði, wie Anne sie schnell umtaufte (Gleði=Freude, Glück; Ofeig= die, die überleben will) schliesslich nach ein paar Jahren zu einem Traumpferd und einem ganz besonderen Therapiepony werden. Schnell blieb sie zeitlebens und das brachte ihr gleich zu Beginn den Namen ‘Die Graue – husch, da war sie weg’ ein.

Gleði war ein Islandpferd, das Island nie hätte verlassen dürfen. Oft stand sie sehnsüchtig am Zaun und schaute in die Weite. Sie fühlte sich in Deutschland nie wirklich zuhause, durfte aber leider ja nicht zurück in ihre Heimat.

Später bekam sie PA (=Periodische Augenentzündung), die nach drei Jahren auch zur vollständigen Erblindung auf beiden Augen führte. Dazu bekam sie wie viele Importe ein schweres Sommerekzem. Und bereits in jungen Jahren bekam sie Spat, der dann gottseidank nochmal verknöcherte und somit konnte sie schmerzfrei laufen bis zum Schluss.

Ihr Schicksal rührte uns sehr und so war es für alle – für sie und uns – eine Erlösung als wir sie im Alter von 20 Jahren aufgrund von starker Abmagerung und Aussonderung aus der Herde einschläfern lassen mussten. Gleði bleibt für immer als ganz besonderes Pferd in unseren Herzen!

Lif, Islandpferd

LIF von Birkenlund, Islandpferd,
1991 – 2001

Lif kam als Absetzer zu Anne. Sie war von Anfang an ein ganz besonders feinfühliges, mutiges und lebensfrohes Pferd. Leider konnte sie im Alter von 4 Jahren eine in dem Alter normale Erkältung nicht ausheilen, weil Anne eine Aufstallung für sie in einer Box des Hofes, wo Anne’s Pferde unterstanden, verweigert wurde und sie im Winter so schnell keinen anderen Stall finden konnte. So musste Lif im Schweinegestank und im zugigen Unterstand drei Monate überstehen, der Husten chronifizierte und führte trotz späterer optimaler Haltung und Fütterung zu Dämpfigkeit. Im Alter von 10 Jahren mussten wir Lif schliesslich einschläfern lassen – ein ganz tolles Pferd, das allen Freude bereitet hat und das sein ganzes Leben noch vor sich hatte! Das war und ist für uns sehr traurig und auch sehr bitter!

Bric-a-Brac JONATHAN, originales Shetlandpony
25.05.2001 – 04.12.2017

Jonathan, hier meist eher ‘Joni’ genannt, war der Dritte in der Shettyherde und kam als letzter nach langem Suchen und einigen ‘Fehlgriffen’ dazu. Joni war im Gegenteil zu seinen beiden Kolleginnen überwiegend eher faul und bewegte sich nicht so gerne – weder beim HAP noch beim Fahren. Er liebte es hingegen von Kindern ‘betüdelt’ zu werden. Besonders bei den schüchternen und vorsichtigen Kindern war er sehr beliebt, zumal er ja auch kleiner und zarter war als Tiff und Tinka.

Neben dem HAP-Bereich arbeitete er auch als Fahrlehrpony mit und ging ein- und zweispännig vor der Kutsche.

Joni wurde von uns Anfang Oktober 2017 verkauft an eine junge Familie hier im Dorf. Dort lebte er noch zwei Monate.

Joni starb plötzlich und ohne erkennbar lebensbedrohliche Anzeichen im Alter von 16 Jahren in der Nacht auf Montag, 04.12.2017. Er lag morgens tot im Paddock. Eine Obduktion ergab, dass er den ganzen Bauchraum voller Tumore hatte. Diese können sich in kurzer Zeit explosionsartig vermehren zB. aufgrund von Stress, den dieser Umzug für ihn sicher bedeutet hat. In eine neue Herde und zu neuen Menschen ist für ein Pferd immer mit Stress verbunden. Wenn wir geahnt hätten, was für eine Krankheit in ihm schlummerte, wäre er selbstverständlich hier geblieben und hätte in seiner Herde in Ruhe sterben können. Es tut uns so unendlich leid für ihn – und für seine neue Familie auch, die ihn schon nach ein paar Tagen fest in ihr Herz geschlossen hatten. Hier am Hof werden wir alle ihn in toller Erinnerung behalten!

MOG, Fundkater, lebte bei uns von Februar 2008 – November 2015

Mog kam etwa vierjährig zu uns – wir bekamen ihn von einer Teilnehmerin der Zusatzausbildung HAP geschenkt. Er war ihr zugelaufen und vertrug sich nicht mit ihren anderen Katzen.

Für uns war Mog ein ‘Lottogewinn’. Manchmal bezweifelten wir sogar, ob er wirklich ein Kater war oder nicht vielleicht doch ein Hund? Mog ‘residierte’ auf seinem Regal in der Scheune sobald nachmittags die HAP-Stunden begannen oder ganztägig wenn Ferienkurs war. Er liess sich von allen gerne und ausgiebig durchkraulen und hat Zeit seines Lebens hier nie jemanden gebissen oder gekratzt. Er war quasi unser Therapiekater, obgleich er sich diesen Job selbst ausgesucht hatte. Es gab einige Kinder und Jugendliche, die eigentlich hauptsächlich wegen ihm kamen… 😉 Im Alter von 12 Jahren mussten wir ihn einschläfern lassen, er hatte Katzenaids bekommen und starb an akutem Nierenversagen. Er hinterlässt eine große Lücke und vorerst ist deshalb an eine/n NachfolgerIn noch nicht zu denken!

Atorka vom Poggenend

Sóla ATORKA vom Poggenend, Islandpferd
19.05.1999 – 21.06.2018

Tochter von Sigyn vom Hexenberg
Enkelin von Synna d’Synnshoeve

geboren und gestorben in Bülstedt

Heute hat uns Atorka verlassen. Ihre Krankheit EMS bereitete Atorka am Ende nur noch Schmerzen. Selbst unter starken Schmerzmitteln war sie nicht mehr schmerzfrei. Sie mochte sich seit einiger Zeit garnicht mehr bewegen, was zu ihr als temperamentvollem Islandpferd überhaupt nicht passte. Davon haben wir sie nun erlöst, auch wenn diese Entscheidung uns Menschen sehr schwerfiel!

Atorka ist damals bei uns als erstes Fohlen hier in Bülstedt geboren – und das sogar in aller Öffentlichkeit nachmittags um 15.00 Uhr vor allen Eltern und Kindern, die gerade auf dem Hof anwesend waren. Sie hatte von klein auf einen eigenen Kopf, war selbstbewusst und stark. So kletterte sie mit gerade mal anderthalb Tagen bereits mitten in der Nacht durch den Holzzaun zum Nachbarpaddock, in dem die hochschwangere Tvista auf ihre Geburt wartete und von dem Besuch der kleinen Atorka nicht so begeistert war. Wir Menschen wurden von Sigyn geweckt, die ziemlich beunruhigt über ‘Torkelchen’s’ Ausflug war… als wir Atorka wieder zu ihr zurückbringen wollten, protestierte sie mit ihren anderthalb Tagen schon heftig, aber ihre Mutter war hocherfreut! Seitdem hat Atorka ihren Spitznamen ‘Torkelchen’, weil sie damals mehr torkelte als lief…

Sie lebte Zeit ihres Lebens mit Thokka zusammen in der Herde, die beiden waren die engsten Freundinnen, quasi ‘Schwestern’ im Geiste!

Aufgrund ihres EMS-Befundes (= Equines Metabolisches Syndrom) durfte sie die letzten Jahre im Sommer nicht mehr mit auf die Weide. In den letzten beiden Sommern blieb Thokka mit drin und leistete ihr Gesellschaft. Im HAP-Bereich arbeitete sie aufgrund ihrer Krankheit leider nur noch sporadisch mit – war dann aber mit großem Spaß und Interesse dabei und hatte immer sofort Fans.

Wir werden sie sehr vermissen mit ihrer besonderen Art und Weise, die Welt zu sehen. Wer sich mit ihr befreunden durfte – sei es Pferd oder Mensch – bestimmte sie und auch sonst bestimmte sie ziemlich viel – manchmal zum Leidwesen des jeweiligen Menschen, der gerade mit ihr zusammenarbeitete… 😉 Sie war cool, unerschrocken und sehr feinfühlig. Und noch dazu ein zierlicher, bildhübscher dunkler Fuchs mit viel Mähne und ohne Abzeichen – wie ihre Mutter Sigyn, die Atorka heute auf ihrem letzten Gang begleitete zur alten Eiche am Rande unseres Grundstückes.

Von dort holte ein Regenbogen, der kurz nach ihrem Tod genau über ihr erstrahlte, sie soeben ab auf die immergrüne Wiese, wo Synna, Branka, Lif und Tvista schon auf sie warteten. Mit ihnen galoppiert sie jetzt schmerzfrei auf der riesigen Wiese und frisst nach Herzenslust vom saftigen Gras. Thokka und Garret wieherten ihr eben noch hinterher, bevor sie über den Regenbogen verschwunden war…

Paula vom Hexenberg

PAULA vom Hexenberg, Labrador-Retriever,
23.06.1996 – 22.08.2007

Tochter von Ronja,
Mutter von Ole Fridolin vom Hexenberg

Paula wurde in der Umzugszeit geboren, deshalb kam ihre Ausbildung erstmal zu kurz. Erst in Bülstedt begann Anne regelmäßig mit ihr zu arbeiten und so wurde aus ihr doch noch ein passabler Begleithund, wenngleich sie in dieser Beziehung nie an das perfekte Benehmen ihrer Mutter Ronja heranreichte. Paula war von klein an viel frecher und ungezwungener und machte ihr Ding. Bei den Kindern des Hofes war sie sehr beliebt und liess sich stundenlang durchkraulen. Paula hatte im Juni 2003 einen Wurf mit drei Rüden, einer davon war unser Ole. Leider mussten wir sie dann viel zu früh verabschieden – sie bekam ein Neoplastisches Syndrom und acht Wochen später mussten wir sie im Sommer 2007 einschläfern lassen. Gottseidank hatten wir ja noch Ole…

Ole Fridolin vom Poggenend

OLE, Fridolin vom Poggenend, Labrador-Retriever,
20.06.2003 – 26.02.2014

Sohn von Paula vom Hexenberg,
Enkel von Ronja

Ole hatte es von Geburt an nicht leicht. Als Frühchen mit viel zu wenig Körpergewicht geboren und gleich von der Mutter verstoßen, rettete Felix sein Leben. Er saß an seinem ersten Lebenstag mit in der Wurfkiste, legte Ole abwechselnd auf eine Wärmflasche und an die Zitzen seiner Mutter – aber Ole trank nicht. Unser TA gab ihm einen Tag – Ole machte es spannend. Abends schliesslich begann er endlich selbständig zu trinken und zu seiner Mutter hinzurobben, damit war er über den Berg. Natürlich war klar, dass damit entschieden war, wer vom Wurf bei uns bleiben würde. Ole war Zeit seines Lebens Felix’ Hund – sie verband eine große gegenseitige Liebe. Ole war ein richtiger Frechdachs – plünderte ausgiebig die Komposthaufen der Nachbarn und jagte Vögel oder buddelte Maulwürfe aus im Garten. Zwischendrin ging er eine Runde schwimmen in unserem Teich. Kurzum, er führte ein echtes Labbi-Leben!

Leider wurde Ole nur 10,5 Jahre alt. Wir mussten ihn Ende Februar 2014 im Endstadium seines Lungenkrebses einschläfern lassen. Mit Ole starb der letzte Nachkomme von Ronja und schnell stand fest, ab jetzt wollen wir nur noch Hunde vom Tierschutz!

Paula vom Millpond, genannt RONJA, Labrador-Retriever,
27.05.1988 – 08.05.2003

Mutter von Paula vom Hexenberg,
Oma von Ole Fridolin vom Poggenend

Ronja war Anne’s erste Labbihündin und damit natürlich einmalig. Sie war der Liebling aller Menschen und begleitete Anne überall hin – auf kürzeren und längeren Ausflügen und Reisen zufuß, mit dem Pferd, dem Auto oder mit dem Fahrrad – bis zu ihrem Lebensende. Im Frühjahr 1996 bekam sie Welpen, von denen ihre Tochter Paula am Hof blieb. Sie starb zweieinhalb Wochen vor ihrem 15. Geburtstag und einen Monat bevor ihr Enkel Ole geboren wurde.

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