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Zusatzausbildung
"Heilpädagogisches Arbeiten
mit
Pferden"
    
Kursleitung
Willkommen
auf Hof
Fylgja
Das
isländische Verb ´fylgja´
bedeutet 'begleiten/geleiten'. Wir möchten den Menschen, die
zu uns kommen Anregung und
Hilfestellung sein, Neues zu entdecken und das Vertrauen in die
persönlichen Kompetenzen wiederzuentdecken oder zu
stärken.
Die
pädagogische und therapeutische
Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen betreiben wir
professionell seit 1989. Seit 1997 auf unserem eigenen Hof in
Bülstedt.
Die
Zusatzausbildung HPA bieten wir
seit 1994 jährlich fortlaufend an. Der Abschluss nach
erfolgreicher
Teilnahme der Ausbildung ist 'ReitpädagogIn
HPA'®.
Viele
praktische und theoretische
Aspekte der Zusatzausbildung haben sich aus unserer
langjährigen
Unterrichtspraxis heraus entwickelt. Neueste Ansätze und
Entwicklungen im Bereich der pädagogischen und therapeutischen
Arbeit und Forschung die uns wichtig erscheinen, fließen in
unsere
Arbeit und damit auch in die Ausbildung mit ein. So haben auch wir uns
immer weiter
fortgebildet.

Anne Christoph
ist Heilpraktikerin für Psychotherapie,
Gestalttherapeutin BVPPT, Musiktherapeutin, Reitherapeutin HPR,
Fortbildungen in Psychodynamisch Imaginativer Traumatherapie (PITT)
und Feminist. Mädchenarbeit, Berittführerin VFD,
Bronzenes
Fahrabzeichen FN (DFA Kl.III).

Felix Pfeiffer ist
Werk- und
Musiklehrer, Reitpädagoge HPA, Feldenkraispädagoge,
Jungenpädagoge
und FN Trainer C Fahren.
Wir sind
der Ansicht, dass jede/r der/die
mit Menschen und Pferden arbeitet, eine hohe Verantwortung für
beide
übernimmt und wollen mit unserem Weiterbildungsangebot dazu
beitragen, Interessierte für diesen Bereich zu qualifizieren.
InteressentInnen
Bei
dieser Zusatzausbildung handelt es
sich um eine einjährige berufsbegleitende
pädagogische
Weiterbildungsmaßnahme, die einen pädagogischen
Grundberuf
voraussetzt. Zwei Plätze pro Jahr können auf
besonderen Antrag und
Bewerbung an geeignete NichtpädagogInnen vergeben werden.
Das
Mindestalter der TN beträgt 25
Jahre. Daneben müssen sie nachweislich über
genügend Kenntnisse in
der Ausbildung und Korrektur von Pferden verfügen. Sie
benötigen
einen 1.-Hilfe-Kurs sowie einen Bodenarbeitskurs nach Linda
Tellington-Jones.
Die
Zusatzausbildung HPA besteht aus 7
Kursen und einem Praktikum mit 150/250 UE. Das Praktikum muss bei
einem/einer von uns anerkannten ReittherapeutIn absolviert werden und
darüber ist ein entsprechender Praktikumsbericht anzufertigen
(s.
Praktikumsmerkblatt).
Gruppe
und Referenten
Miteinander entwickeln
Die
Anzahl der TeilnehmerInnen ist auf zwölf begrenzt, damit
jede/r
TeilnehmerIn sich im Lernprozess genügend Raum nehmen kann und
insbesondere in den Praxiskursen jede/r eigene Erfahrungen sammeln
und Rückmeldungen bekommen kann.
Seit
vielen Jahren arbeiten wir mit unseren ReferentInnen zusammen und
haben im Laufe der Zeit mit ihnen immer wieder die Schwerpunkte
überprüft und neue Akzentuierungen vorgenommen um die
Vorträge und
Referate optimal an die inhaltliche Struktur der Ausbildung und die
Bedürfnisse der TeilnehmerInnen anzupassen.
Unsere ReferentInnen:
Anna
Sievers, Reitsportsattlerin,
Islandpferdezüchterin und
-ausbilderin
Regina
Cordes, Physiotherapeutin,
SI-Therapeutin, weitere
Zusatzausbildungen
Christiane
Arens-Wiebel, Dipl. Sozialpädagogin,
Autismustherapeutin,
Leiterin des ATZ Brhv
Erich
Krämer, Sozialarbeiter, Reittherapeut HPR,
Erlebnispädagoge,
selbständig
Philosophie
Bei
uns
stehen Mensch und Tier im Mittelpunkt
Lernen
heißt für uns erleben.
Bedeutungsvoll für das Selbstbild jedes Menschen sind seine
Erfahrungen und nicht das auswendig gelernte Wissen.
Dabei
sind uns zwei große Bereiche
besonders wichtig. Die soziale Erfahrung und das Erleben des eigenen
Körpers. Wir schaffen zusammen mit den Kindern einen
spielerisch
orientierten Raum, in dem sie sich in ihrer Altersgruppe mit ihren
sozialen und individuellen Kompetenzen erleben und entwickeln
können.
Wir begegnen dabei den Menschen auf Augenhöhe, in der
Überzeugung,
dass in der wechselseitigen Interaktion jede/r von dem/der anderen
etwas lernen kann.
Gegenüber
den Pferden ist uns wichtig,
dass wir ihnen einen möglichst artgerechten Lebensraum und
gute
Arbeitsbedingungen bieten, so dass sie uns auch nach vielen Jahren
noch bereitwillig mit in den Unterricht folgen.
Warum
wir unsere Arbeit als
´Heilpädagogisches Arbeiten mit dem Pferd´
bezeichnen.
Wir
möchten, dass die Menschen das
Pferd mehrdimensional, in all seinen Facetten erleben. Deshalb
gehört
selbstverständlich das Putzen u. Satteln, die Kommunikation
mit dem
Pferd am Boden, das Fahren oder Mitfahren auf der Kutsche und
manchmal auch die Versorgung der Pferde zum Curriculum. Die
ReitschülerInnen werden auch dafür sensibilisiert,
die Bedürfnisse
und die mentale Verfassung des Pferdes besser zu verstehen und in ihr
Handeln einzubeziehen: wann geht es ihm gut, wann ist es unzufrieden
und möchte seine Ruhe haben, wo ist die individuelle Grenze
des
Pferdes überschritten, ist ihm etwas zu nah, zu aufdringlich
etc.
Diese
für sich genommen wichtige
Wertschätzung dem Individuum Pferd gegenüber ist auch
notwendig,
damit die anderen Ziele des HPA erreicht werden können.
Lehrmethodik
Das
Lernen neu entdecken, Spaß am
Lernen
Wir legen
Wert auf eine entspannte
Lernatmosphäre. Lernen im Sinne von der 'Freude am Entdecken'
ist
beim heilpädagogischen Arbeiten mit dem Pferd wie auch in der
Erwachsenenbildung eine wichtige Leitlinie. In diesem Klima
entwickelt sich auch innerhalb der Weiterbildungsgruppe ein
partnerschaftliches Miteinander in dem sie auch ihr internes
Potential im 'voneinander lernen' entfalten kann. Wir möchten
also
gegenüber der schulisch geprägten Lernerfahrung, die
häufig
negativ mit Konkurrenzdruck, Herzklopfen und feuchten Händen
verbunden ist, eine neue Lernerfahrung ermöglichen.
Arbeiten
an einem Ort
Sämtliche
Praxiskurse finden an unserem Hof statt, damit über diese
Kontinuität und Vertrautheit bezüglich der
Rahmenbedingungen ein
intensives Lernen möglich wird. Damit können wir auch
sicherstellen, dass alle wesentlichen Voraussetzungen in den
Bereichen Organisation, Ausbildungsstand der Therapiepferde,
Equipment etc. gegeben sind.
Ausbildungsschwerpunkte
Die
richtige
Mischung - Unser Verständnis von Theorie und
Praxis
Wir
werden uns in der Theorie aus
verschiedensten Blickwinkeln mit methodisch, pädagogisch und
therapeutisch relevanten Fragestellungen beschäftigen und sie
in
den Praxisblöcken erproben und vertiefen. Dabei ist uns das
gemeinsame Planen und Durchführen der Praxiseinheiten ein
besonderes
Anliegen, da jede/r TeilnehmerIn in diesem geschützten Rahmen
eigene
Erfahrungen sammeln kann. Alles selbst erlebte bleibt in besonderer
Weise in Erinnerung und steht später für die eigene
Praxis als
Handlungs- und Fachkompetenz zur Verfügung.
Praktikum
Im
Praktikum
werden an möglichst mehreren Höfen/Institutionen
unterschiedliche
Arbeitsweisen mit unterschiedlichem Klientel kennengelernt, um damit
das persönliche Methodenrepertoire zu ergänzen. Wir
halten diese
Erfahrungsebene für die Abrundung der Qualifikation
für sehr
wichtig und messen ihr deshalb einen entsprechenden Stellenwert zu.
Selbsterfahrung
und die Entwicklung
von Arbeitsansätzen
Immer
wieder werden wir in den Kursen
Raum für Selbsterfahrung schaffen. Sich selbst ganz praktisch
in die
Situation zu versetzen, sich in der Rolle des/der SchülerIn
bzw. KlientIn
zu erleben, ermöglicht es aus einem tieferen
Verständnis heraus,
hilfreiche Arbeitsansätze zu entwickeln. Immer wieder
zentrieren wir
uns dabei auf eine wirklich individuelle Herangehensweise und
fördern
jede/n KlientIn.
  
Inhalte der
Zusatzausbildung HPA
sind zum Beispiel...
*
Stellenwert des Pferdes für RP?
* Beziehungsdreieck Pferd-KlientIn-RP
* Selbsterfahrung auf dem Pferd (Körpererleben,
Grenzerfahrung)
* Ausbildung des Therapiepferdes in Theorie und Praxis
* Longieren, Pferdebeurteilung, Gebisskunde, Sattelkunde
* Ganzheitlicher Reitunterricht in Theorie und Praxis
* Feldenkrais und Reiten
* Verlaufsplanung HPA
* Planung, Durchführung und Reflektion von HPA-Stunden auf dem
Reitplatz
und im Gelände
* Erlebnispädagogik mit Pferden
* Freizeitmaßnahmen beim HPA
* Heilpädagogik - Definition und Grundlagen
* Anamnese, Diagnose, Zielfindung
* Sensomotorische Entwicklungspsychologie
* AD(H)S, Wahrnehmungsstörungen
* Geistige Behinderung
* Autismus
* Sinnesbehinderungen
* Rollenspiele zur Elternarbeit
* Familie als System
* Psychische Störungen
* Organisation und Verwaltung eines sozialen Reitprojektes
* und viele weitere Themen...
Kursdauer:
2 Wochenenden ( Fr-mittag/-abend bis So ), 1 Kurs á 8 Tage
+ 4 Kurse á 5 Tage
1.
Kurs: Schwerpunkt "Selbsterfahrung im Umgang mit Pferden" (Wochenende)
2. Kurs: Reitkurs "Ausbildung des Therapiepferdes" (8 Tage)
3. Kurs: Schwerpunkt "Theorie zum Thema HPA" (5 Tage)
4. Kurs: Schwerpunkt "HPA auf dem Reitplatz" (Praxis I) (5 Tage)
5. Kurs: Kurs "Feldenkrais und Reiten" (5 Tage)
6. Kurs: Schwerpunkt "HPA im Gelände" (Praxis II) (5 Tage)
7. Kurs: Abschlußkurs Zusatzausbildung HPA "Reflektion und
Ausblick auf die
eigene Anwendung" (verlängertes WE)
Nächster
Kursbeginn: März 2013
Die Unterlagen für 2013 können bei uns angefordert werden.
Hier
können Sie die detaillierten Kursunterlagen und weitere
Informationen anfordern Hof
FYLGJA
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