Hof FYLGJA
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Heilpädagogisches Arbeiten mit Pferden

Heilpädagogisches Arbeiten mit Pferden (HPA) ist eine pädagogisch-psychologische Interventionsform, in der über das Medium Pferd Kinder, Jugendliche und Erwachsene positive psychosoziale Verhaltensweisen (weiter) entwickeln und Defizite im motorischen und kognitiven Bereich abbauen können.

Unser Angebot richtet sich besonders an Kinder und Jugendliche, die einen speziellen Förderbedarf haben aufgrund:

  • von Wahrnehmungsauffälligkeiten (ADS/ADHS, Hypotonie, Hypertonie...)
  • einer Lernbehinderung
  • einer geistigen Behinderung
  • von sozialen Auffälligkeiten
  • einer ´Therapiemüdigkeit´ gegenüber klassischen Therapien
  • von Einschränkungen im Bewegungsapparat
  • von traumatischen Ereignissen (Unfälle, Trauer, Missbrauch, Misshandlung,                                                        Vernachlässigung...)


hpa Felix MagnusMaymis geführtHerbstferienkurs 2004

In kleinen Gruppen mit max. 4 ReitschülerInnen und mindestens zwei qualifizierten BetreuerInnen lernen Kinder ab 3 Jahren in spielerischer Weise den Umgang mit dem Pferd. Dazu gehört neben dem Reiten auch das Führen, Putzen, Satteln etc.

Die Unterrichtsinhalte werden unter pädagogischen und therapeutischen Gesichtspunkten speziell auf die einzelnen Kinder bzw. die Gruppe abgestimmt.

Die Basis des Lernens ist die Freude am gemeinsamen Tun im Umgang mit den Pferden. Für unsere Schüler ist es ihr Hobby, nicht die Therapie.

Die besonderen Zielsetzungen sind z.B.:

  • Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten (wieder-)entdecken
  • In einer kleinen Gruppe seinen Platz finden und damit soziale Kompetenzen entwickeln
  • Verbesserung der sensorischen Integration sämtlicher Sinneseindrücke: Motorik, Koordination, Gleichgewicht
  • Über die Förderung der Basissinne (Gleichgewicht, Tiefenwahrnehmung, taktile Wahrnehmung) die kognitiven Fähigkeiten verbessern: Sprachverarbeitung und sprachliches Ausdrucksvermögen, Konzentrationsfähigkeit, lesen, schreiben, rechnen...

Ritter zu PferdKind liegt auf KrummiKind führt Anuschka 

Heilpädagogisches Handeln heißt, das Kind nicht nach seinem ‚Defekt‘, kranken Körper, seiner angeschlagenen Seele etc. zu sehen, sondern es in seiner Ganzheit wahrzunehmen und anzunehmen. Das Kind, das zu uns kommt, soll sich bei uns akzeptiert und geborgen fühlen. Es soll sich auf ein Maß an Verlässlichkeit einstellen können : Verlässlichkeit, immer wieder dieselben Bezugspersonen anzutreffen, Verlässlichkeit, dass die Pferde ihm bekannt und zugewandt sind, Verlässlichkeit, dass die gesamten Aktivitäten auf dem Hof in einem überschaubaren Rahmen stattfinden, an dem es sich festhalten kann, der Orientierung gibt. Das Kind, das zu uns kommt, soll spüren, dass es bei uns im Zentrum steht.

Unsere Pferde sind dabei unsere Partner, um die Kinder, die zu uns kommen, auf ihrem Weg ein Stück zu begleiten (FYLGJA = isländisch, heißt "begleiten, geleiten") . Der unterschiedliche Einsatz der Pferde orientiert sich immer am Stand des einzelnen Kindes und den sich daraus ergebenden Zielvorstellungen des/der ReitpädagogIn.

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